Politik und Medien trafen sich vergangene Woche bei den „Anifer Journalismustagen“: Drei Tage arbeiteten und recherchierten junge Journalistinnen und Journalisten in einem Innenpolitik-Workshop zu politischen Netzwerken und Entscheidungsstrukturen in Österreich. Im Rahmen des traditionellen Abendempfangs im Anifer Friesacher wurde dann auch genetzwerkt zwischen Persönlichkeiten aus Medien, Politik, Wirtschaft und Kultur. „Kritischer, objektiver Journalismus erfordert Faktenkenntnis und Recherchekompetenz. Mit diesem Workshop möchten wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, denn je besser das journalistische Gegenüber, desto wertvoller das Ergebnis“, sagt Silvia Polan, Director Corporate Affairs and Communication bei JTI Austria. Das Unternehmen ist Gründungspartner und Ermöglicher der „Anifer Journalismustage“, die heuer bereits zum 13. Mal stattfanden. Inhaltlich konzipiert wird der Workshop von der Österreichischen Medienakademie. Unter dem Titel „Österreich verstehen“ zeigte Innenpolitik-Experte und Podcaster Georg Renner, wie Journalistinnen und Journalisten sich in der Berichterstattung über Bund, Länder und Gemeinden orientieren können. „Komplexe Inhalte kompetent zu vermitteln, ist auch in unserer Branche wesentlich“, so Polan weiter: „Das Workshop-Thema passt daher sehr gut zu uns und zum Charakter der Anifer Journalismustage.“
Traditioneller Bieranstich
Zu diesen gehört auch der traditionelle Bieranstich: Diesen nahm heuer der Salzburger Landesrat Wolfgang Fürweger vor. Unter etwa 50 prominenten Gästen waren Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer, der Salzburger Bürgermeister Bernhard Auinger, EU-Stabstellenleiterin Gritlind Kettl, Waltraud Langer (ORF Salzburg), Karin Zauner, Anja Kröll und Maximilian Dasch (alle Salzburger Nachrichten), Sigrid Scharf und Klaus Buttinger (Salzburger Verlagshaus), RTR-Geschäftsführer Wolfgang Struber, Christian Renner (Hechtfisch), Nadja Vaskovich und Gerald Grünberger (Verband Österreichischer Zeitungen) Alexandra Reisinger-Supper (PROFIL) sowie Alexander Winheim (Red Bull Media House).
Fotos: © Franz Neumayr
Guter Journalismus lebt von Gespräch und Austausch miteinander. Gutes Handwerk will erlernt sein. Die Anifer Journalismustage sind seit 2014 ein Ort des Gesprächs, des Austauschs und der Vermittlung journalistischen Handwerks. Das zehnjährige Bestehen ist der beste Beweis dafür.
Die Anifer Journalismustage waren und sind ein Ort der Begegnung: an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland & in der Ebene des Flachgaus können Personen sich finden, sich austauschen, miteinander lernen. Während der Workshop-Tage wurden daher immer bewusst Zeiten dafür reserviert und von den Teilnehmenden auch genützt.
Gespräche, Kontakte knüpfen und der Austausch miteinander standen und stehen daher genauso im Zentrum der AJT wie der fachliche Input in den Workshops.
Die Anifer Journalismustage waren immer ein Format der Kooperation: So haben unterschiedliche Organisationen in der Gestaltung mitgewirkt und sich eingebracht. Es waren dies die FH Wien der WKW, die Webster University sowie auch das damalige Kuratorium für Journalistenausbildung. Dieses ist aktuell auch unter dem derzeitigen Namen Österreichische Medienakademie Partner im Jubiläumsjahr.